Übersicht der Ergebnisse unserer zweiten Projektphase

Während in der Kindheit die Familie der Hauptbezugspunkt für die Ausbildung von Medienpraktiken darstellt, lässt sich ab der späten Kindheit bis hin zur mittleren Adoleszenz eine Ausweitung des Beziehungsnetzwerkes beobachten – u.a. durch ihr Alter und die Schulübergänge lernen die Kinder neue Freundinnen und Freunde kennen, durch oftmals verlängerte Schultage verbringen sie mehr Zeit in der Schule. Beides zeigt sich auch in Veränderungen der Medienrepertoires der jüngeren sowie ältere Kohorte: Die Peers inspirieren neue Medienanschaffungen in der Freizeit, wie Smartphone Apps, digitale Spiele oder Filme und Serien, während aus der Schule Lernmedien oder lernbezogene Medienpraktiken übernommen werden. Dies betrifft die Jugendlichen der älteren Kohorte tendenziell stärker, was darauf hinweist, dass durch die Auswertung des Beziehungsnetzwerks und damit einhergehende Wandlungen im Medienrepertoire sukzessive stattfinden. Für die Jugendlichen sind neue Medienpraktiken fast ausschließlich von den Peers inspiriert. Trotzdem wird deutlich, dass die Beziehung zur Familie und den Eltern nach wie vor eine zentrale Stellung einnimmt.  

Diese und weitere Ergebnisse der zweiten Projektphase unserer ConKids-Studie haben wir nun in einem Buch gebündelt und im Nomos-Verlag unter dem Titel “Sozialisation in einer sich wandelnden Medienumgebung. Zur Erweiterung und Veränderung des Beziehungsnetzwerks” veröffentlicht. Zudem haben wir eine Kurzzusammenfassung erstellt, die einen Überblick über die Inhalte des Buches gibt. 

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